Nacht der offenen Kirchen

Nacht der offenen Kirchen


Ehepaare haben gemeinsam Ehe-Jubiläum gefeiert

Der Einladung unserer Seelsorgeeinheit folgten dieses Jahr elf Paare, um in der Stadtkirche Uznach 41 bis 67 Ehejahre zu feiern. Dabei führte die Rose als Motto durch den besinnlichen Dankgottesdienst. Eine sinnige Geschichte erzählte davon, wie die Liebe Menschen verändern kann. So haben auch die Jubelpaare ihre symbolische Rose all die Jahre gehegt und zum Blühen gebracht und es gelang, das Chaotische zu zähmen. Die Paare erneuerten ihr damaliges Ja-Wort vor Gott, empfingen den Segen des Himmels, schenkten diesen göttlichen Geist einander weiter und freuten sich am Gelingen ihres Ehe-Weges. Jedes Paar wurde mit einem Fläschchen Ehejubiläumswein beschenkt. Anschliessend durfte im Begegnungszentrum gebührend angestossen und der Apéro riche genossen werden.

Bilder


Intensive Tage in Taizé verbracht

49 Jugendliche aus unserer Seelsorgeeinheit haben zusammen mit dem zehnköpfigen Begleitteam in der Woche vor Auffahrt an der Taizéreise teilgenommen. Die Jugendlichen erwartete ein einmaliges und abwechslungsreiches Angebot in der Gemeinschaft der Brü­der von Taizé. Jeden Tag drei Gottesdienstfeiern, Bibelgespräche in Kleingruppen und kleinere Arbeitseinsätze gehörten zum Pro­gramm. An den Abenden war auch immer das Oyak (kleiner Kiosk) der grosse Anziehungspunkt fürs Zusammensein, zum Spielen und Singen. Die Taizéreise ist ein wichtiges und geschätztes Angebot für Jugendliche der 3. Oberstufe. Gerade am Übergang von der obligato­rischen Schulzeit zur Lehre tut diese kurze Auszeit in Taizé sehr gut. So können Freundschafen gepfegt und das Vertrauen in den eige­nen Lebensweg gestärkt werden. Ein herzliches Dankeschön an die­ser Stelle gilt dem ehrenamtlichen Begleitteam.


Eindrückliche Wallfahrt nach Lourdes

54 Personen waren dieses Jahr im Doppelstöcker mit Edy Marty auf erweiterter Lourdeswall­fahrt unterwegs. Nach einem üppigen Zmorgen in Balsthal ging es weiter via Grenoble in langen Serpentinen auf 1800 m ü. M. zum Wallfahrtsort La Salette, wo zweimal übernachtet wurde. Dort ist Maria 1846 – inmitten religiöser und gesellschaflicher Krisen – zwei Jugendlichen er­schienen und motivierte zum Gebet und zur Versöhnung mit Gott. Auch wir feierten dort in der Basilika der Salettiner. Dann reisten wir weiter nach Aigues­-Mortes (Camarque) und übernach­teten in Narbonne. Nach dem Mittagessen in Lourdes besichtigten wir die imposanten Tropf­steinhöhlen von Bétharram. Während vier Tagen weilten wir mit den weiteren über 4000 Pilgern aus der Schweiz dort, wo die Mutter Jesu 1858 der heiligen Bernadette erschien. Man konnte an diversen Gottesdiensten teilnehmen, an der Grotte im Gebet verweilen. Unsere Reisegruppe beging gemeinsam den Kreuzweg, entzündete für alle Besorgten zwei 70 Kilo schwere Kerzen und feierte als Pilger­familie im Schafstall den Abschlussgottesdienst zum diesjährigen Motto: «Selig ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes» (Lk 6,2). Dazu formulierte Hans Hüppi während den zehn Pilgertagen spirituelle Impulse.


Sakrament der Firmung bestärkte 45 junge Erwachsene auf dem Weg des Glaubens

Am Samstag, 11. Mai spendete Bischof Markus Büchel in einem feierlichen Gottesdienst vormittags in der Pfarrkirche Schmerikon und am Nach­mittag in der Pfarrkirche Rieden insgesamt 45 jungen Erwachsenen das Sakrament der Firmung. In seinem eindrücklichen Predigtwort unter­strich Bischof Markus Büchel die Bedeutung des Glaubens und Vertrauens in Gott und ermutigte nicht nur die Firmjugendlichen zu einem Leben aus dem Glauben.

Bilder Firmgottesdienst Schmerikon

Bilder Firmgottesdienst Rieden


Klausurtagung der Räte

Das Weihesakrament  von der jungen Kirche bis in der Neuzeit

An der bereits zwölften gemeinsamen Fortbildungstagung für Kirchen-und Pfarreiräte in der Seelsorgeeinheit Obersee stand das Weihesakrament in der katholischen Kirche, vor allem seine geschichtliche Entwicklung während bald zweitausend Jahren im Mittelpunkt. In den voraus gegangenen Jahren sind an diesen Klausurtagungen in ähnlicher Weise die anderen Sakramente behandelt worden, so 2017 das der Versöhnung.

Um vor allem die historischen Aspekte des Weihesakramentes, seine Entwicklung von den ersten Anfängen bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1961 – 1965) aufzuzeigen, wurde nicht ein Dogmatiker oder Liturgiker als Referent eingeladen, sondern Markus Ries, Professor für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät in Luzern.

Es war echt spannend, wie Ries die Frage «Wie hat es angefangen» , aufgenommen und beantwortet und anschliessend die grossen Veränderungen aufgezeigt hat, die schon in den ersten 300 Jahren nach Christus erfolgten. Die damaligen Leiter der diversen Konvertitengemeinden, wie Ries die im Neuen Testament beschriebenen ersten Zusammenschlüsse der Christen nannte, waren gläubige, robuste und leitungsfähige Männer, Apostel, Lehrer, Propheten, Hirten, Diakone, Presbyter oder Bischöfe, meistens ehemalige Juden. Etwa ab dem Jahr 150 gab es an jedem Ort (nur noch) einen Bischof. Ab ungefähr dem Jahr 300 waren die damaligen «Pfarrer» kirchliche Beamte, Aufseher, Heilsvermittler, Prediger mit einer entsprechenden Ausbildung, loyal und pflichtbewusst.

Während den zum Mittelalter zu zählenden Jahrhunderten wurden allmählich feste Ämter geschaffen, für die über lange Zeit und bis ins letzte Jahrhundert hinein den Anwärtern fürs Priestertum erteilt wurden, zunächst die sogenannten Niederen Weihen, nämlich die Tonsur (von da an gehörte man zum Klerus), die Beauftragung und Weihe zum Akolythen, Exorzisten, Lektor, schliesslich zum Ostiarier. Nach einer gewissen Zeit folgte die Weihe zum Subdiakon (gibt es heute nicht mehr), zum Diakon, schliesslich zum Priester, für den ein Mindestalter galt und immer noch gilt (heute 24 Jahre). Schliesslich gab es weitere Vorschriften, Beherrschung des Lateins, körperliches Nichtbehindertsein, eheliche Geburt und anderes mehr, wobei einzelne Bestimmungen lediglich für Weltpriester, jedoch nicht für Ordensleute galten.

In der Neuzeit, etwa ab dem Jahr 1500, also kurz vor der Reformation und während dieser Periode, waren die Pfarrer vielfach Statthalter der Obrigkeiten und die Gemeinden galten oft als Heilsgemeinschaften für die damaligen Konfessionsangehörigen. Die Bischöfe hatten schon in jener Periode alle fünf Jahre einen Situationsbericht nach Rom zu schicken.

(Unter den Bischöfen jener Zeit gab es etliche, die herausragten und heute als Heilige verehrt werden, so Karl Borromäus, der im Jahre 1560 Kardinaldiakon und Administrator des Erzbistums Mailand geworden war, jedoch erst 1563 die Priester- und Bischofsweihe empfing und von Mailand aus Kapuziner als Seelsorger in die Schweiz schickte, die in Altdorf das erste Kapuzinerkloster diesseits der Alpen gründeten.)

Allmählich, etwa ab dem Jahr 1750, wurden die Pfarreien mehr und mehr gemeinnützige, religiöse Institutionen; die Pfarrer, Vorbilder, Vorbeter, Erzieher und Inhaber einer gewissen Macht, setzten sich mehr und mehr für die Betreuung der Gläubigen, für Schulen, überhaupt für die Bildung ein. Für die Weihe gab es konkrete Anforderungsprofile an die der damaligen Aufbruchstimmung entsprechenden aufgeklärten Priester. Professor Ris nannte in diesem Zusammenhang den Salzburger Erzbischof Hieronymus Joseph, Reichsgraf von Colloredo (1732 – 1812), der in einem Hirtenbrief im Jahre 1782 den allgemeinen Wetteifer über die Menge von Kirchenfahnen, die Kostbarkeit der Altäre und Gemälde an den Kirchenwänden kritisierte und statt dessen das fleissige Lesen der Bibel und von den Priestern, verlangte, dass sie «ihren Einfluss auf die Besserung und Glückseligkeit des Menschen» förderten. Ein Ärgernis war dem Erzbischof, dass Gläubige von der Kommunionbank weg ihre wenigen Ablassgebete hersagten und anschliessend den Zechhäusern zueilten.

Im letzten Teil der sehr interessanten Ausführungen verwies Ries auf die im 19. Jahrhundert begonnene Verlagerung aus den Städten aufs Land. Ungefähr ein Viertel der Priester kamen aus dem Bauernstand. Sie sollten sich abheben von der übrigen Bevölkerung, etwa durch das Tragen der Soutane. Noch 1956 hiess es in den Diözesanstatuten des Bistums Basel, dass sich die Geistlichen der heiligen Lehre widmen sollen und «mit den weltlichen Dingen, auch wenn sie ehrenhaft sind… keine Zeit verschwenden.» Bei liturgischen Funktionen hatten die Priester stets den Talar zu tragen. Jedenfalls mussten alle Kleider der Priester schwarz sein. Und wer ein Motorfahrzeug benützen wolle, musste damals, also vor sechzig Jahren, vorgängig die Erlaubnis des Bischofs einholen.

Wie sehr sich seit dem Zweiten Vatikanum doch einiges geändert hat, zeigt die Gegenwart. In der dogmatischen Konstitution über die Kirche «Lumen Gentium» des Konzils heisst es, die Priester vollziehen in der Peerson Christi das eucharistische Opfer und bringen es im Namen des ganzen Volkes Gott dar. Erstmals findet sich in diesem Konzilsdokument der Begriff Laie.

Als Einstimmung in den Vortrag von Professor Ries und die Diskussion mit ihm hatten sich die Ratsmitglieder aus den Pfarreien der Seelsorgeeinheit in Ateliers mit den Folgen des Konzils befasst und so gesehen, was das allgemeine Priestertum heute in der Gegenwart bedeutet und was es heissen kann, Verantwortungsträger in der Kirche zu sein.    

Bilder


Kirchenerlebnistag liess in die Welt des Königs David eintauchen

Eine grosse Anzahl Kinder aus der Seelsorgeeinheit kam im November zum Kirchenerlebnistag nach Schmerikon. Gleich zu Beginn tauchten die Kinder in die Welt zur Zeit des Königs David ein. Sie erlebten, wie der kleine Hirte David vom Propheten Samuel zum König gesalbt wurde. In verschiedenen Posten lernten sie die Geschichten von David und das Leben zur biblischen Zeit kennen. So waren sie unter anderem Gäste in einem echten Beduinenzelt. Dort durfen sie sich nach dem obligaten Begrüssungstee selber an den Webrahmen setzen und wie früher aus Wolle Fäden spinnen. Nach einem feinen Hirten-Zvieri wurden in der Abschlussfeier alle Kinder mit königlicher Würde gesalbt. Um 17.30 Uhr wurde die zufriedene und fröhliche Kinderschar von ihren Eltern abgeholt.


Abschluss des Reformations-Jubiläums

Am Sonntag, den 4. November wurde das St. Galler Jubiläumsjahr zum Gedenken an «500 Jahre Reformation» abgeschlossen. Evangelische und katholische Christen feierten bei uns in der evangelischen Kirche Uznach aus diesem Anlass gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst. Die vorgetragenen Bibeltexte beschrieben Gott als weisen Bauherren und Jesus Christus als Grund und Eckstein. Darauf aufbauend predigten Martin Jud und Michael Pfiffner zum Jubiläums-Slogan «quer handeln – neu denken – frei glauben». Beide betonten die gute Zusammenarbeit zwischen den Kirchen. Die Musik von Stefan Hug an der Gitarre und von Peter Keller am Piano unterstrichen den Festcharakter des Gottesdienstes. Im Anschluss daran wurde beim Apéro auf ein weiterhin fruchtbares Zusammenwirken angestossen.


Eindrückliches Kirchenfest für die ganze Seelsorgeeinheit in Rieden

In der praktisch voll besetzten Pfarrkirche durfte in Rieden das Magnusfest gefeiert werden. Aus allen Teilen unserer Seelsorgeeinheit reisten die Gläubigen an zum gemeinsamen Feiern, bei dem im Blick auf den von Magnus besiegten Drachen über aktuelle «Drachen» nachgedacht wurde. Bei den Kindern fand die Hüpfkirche im Anschluss grossen Anklang.

Bilder


Eindrücklicher Stadtrundgang, der mit anderen Augen sehen liess

Blinde und sehbehinderte Guides führten das Seelsorgeteam auf seinem jährlichen Ausfug durch Zürich. Es war eine spannende Entdeckungsreise an bisher unbekannte Orte, an denen die Blicke auf Dinge gelenkt wurden, die Sehenden sonst verborgen bleiben. Die Guides erzählten dabei ihre persönliche Geschichte, gaben Einblick in Anlaufstellen für Sehbehinderte und Blinde, stellten die Arbeit dieser wichtigen Einrichtungen vor und zeigten eindrücklich, wie sie sich selbst in der lebendigen und pulsierenden Stadt zu Fuss, im Tram oder mit dem Zug bewegen. Den Abschluss bildete ein Restaurantbesuch in der «Blinden Kuh». Dabei konnten alle körperlich spüren, was es bedeutet, wirklich nichts zu sehen.


Jungwacht/Blauring im Kantonslager in Balgach

Bei herrlichstem Sommerwetter und ohne nennenswerte Zwischenfälle erlebten die Kinder mit ihren Jubla-Leiterteams unserer Pfarreien aus Schmerikon, Uznach, Ernetschwil, Gommiswald und Rieden das Kantonslager. Durch das gemeinsame Lager von 52 Scharen aus dem ganzen Kanton ist die «Welt von Akalanis» für die Kinder zu einem unvergesslichen Abenteuer geworden.


Gründungsversammlung der Kirchgemeinde Obersee

Am Montag, 2. Juli fanden sich 105 Stimmberechtigterechtigte aus Schmerikon, Uznach und Gommiswald in der Stadtkirche Uznach ein, um der ersten Bürgerversammlung der vereinigten Katholischen Kirchgemeinde Obersee beizuwohnen. Auch einige Gäste konnten zu dieser geschichtsträchtigen Versammlung begrüsst werden. Ein aus den drei Kirchgemeinden zusammengesetztes MusikerTrio umrahmte den Anlass feierlich. Irene Koller aus Schmerikon, Ursula Wüst aus Gommiswald und Ferdi Schnider aus Uznach erfreuten mit Orgel, Gesang und Klarinette und symbolisierten auf musikalische Art ebenfalls die Vereinigung.
Ohne Diskussion und mit nur einer Enthaltung stimmten 104 Personen der Gemeindeordnung der Katholischen Kirchgemeinde Obersee zu. Damit ist das Fundament für die neue Kirchgemeinde gelegt. Christoph Meier als Präsident der Behördenkonferenz verglich die erste Bürgerversammlung mit einer Taufe, die es auch zu feiern gilt. Zum Schluss lud er die Anwesenden vor das Begegnungszentrum zu Wurst, Brot und Tranksame ein.
Dank des wunderbaren Sommerabends wurde dieser Einladung gerne gefolgt und die Gelegenheit genutzt neue Gesichter kennenzulernen.
Als nächstes gilt es die Organisationsform zu definieren. Dazu trifft sich die Behördenkonferenz im Herbst zu Klausurtagungen und wird notwendige Prozesse für einen reibungslosen Übergang formulieren und einleiten.
Im Herbst 2019 stehen dann die Behördenwahlen an. Ab 1. Januar 2020 werden die Katholischen Kirchgemeinden Schmerikon, Uznach und Gommiswald durch die Katholische Kirchgemeinde Obersee abgelöst.

Kirchenfusion am Obersee ist unter Dach und Fach


Michael Pfiffner als Domherr eingesetzt

In einem feierlichen Gottesdienst am Samstagabend, 30. Juni in der Kathedrale St. Gallen haben Bischof Markus
Büchel und Domdekan Guido Scherrer Michael Pfiffner und die anderen zwei neuen Kanoniker ins Domkapitel eingesetzt. Am Schluss der Feier wurde ihnen das Kapitelskreuz umgelegt.
Am folgenden Tag wurde die Aufnahme von Michael Pfiffner ins Domkapitel im Gottesdienst in der Stadtkirche Uznach gefeiert, und Kirchenverwaltungspräsident Christoph Meier gratulierte ihm im Namen der Kirchenverwaltung.

Drei neue Landkanoniker

St. Galler Domkapitel wieder vollständig besetzt

Pfarrer Pfiffner berät jetzt den Bischof


«Der Engel» von Silja Walter

Die Zuschauer erlebten am 16. Juni auf der Sommerbühne in Schmerikon ein literarisch zwaranspruchsvolles, aber sehr spannendes Theaterstück. Grundlage des Stückes bildet das Buch Tobit im Ersten Testament. Es ist eine freie Umsetzung, oder eher ein Weiterdenken der Geschichte für die heutige Zeit. Es kreist um die Fragen: Was ist der Mensch? Was bedeutet Mensch werden? Was ist ein Engel? Was heisst unterwegs sein, auf der Flucht sein? usw. Beeindruckend war die hervorragende schauspielerische Leistung des professionellen TourneeTheaters 58. Eröffnet wurde der Abend mit einem kurzen Flötenkonzert von drei jungen Musikerinnen aus Schmerikon und Eschenbach (Johanna Jud, Caroline Morger, Delia von Bechtolsheim).