Mit offenen Herzenstüren ins 2019

Dankbar rückblickend sich dem Neuen öffnen

Als erster Monat des Jahres war in der Antike der Januar dem römischen Gott Janus gewidmet, dem Gott des Anfangs und des Endes. Mit seinen zwei Gesichtern kann er in die Vergangenheit und in die Zukunft schauen; ähnlich wie die beiden Halbmonde im Schmerkner Wappen, die auf zwei Seiten hin ausgerichtet sind.
Beim Jahreswechsel blicken wir gerne zurück auf das vergangene Jahr. Fernsehen und Zeitungen berichten von den wichtigsten Ereignissen und auch wir denken an die persönlichen Ereignisse des vergangenen Jahres – welche haben mich geprägt? Es ist eine Standortbestimmung, die wertvoll ist. Gleichzeitig blicken wir auch nach vorne: Was erwartet mich? Was wird auf mich zukommen? Was wünsche ich, was befürchte ich?


Januar – das Tor zum neuen Jahr

«Janua» heisst übersetzt: Türe, Tor oder Eingang. Der Januar ist also der Monat, der die Türe zum neuen Jahr öffnet. Wir treten ein in das Jahr 2019. Das Jahr beginnt, die neue Zeit steht offen vor uns. Rückblickend gibt es Manches – Gutes und Belastendes –, das wir ins neue Jahr hineintragen. Vorausblickend bleibt vieles verborgen. Es bleiben aber die Dankbarkeit für die positiven Erfahrungen und die Zuversicht, dass wir auch in Zukunft von Gott begleitet werden. Jesus Christus ist der Anfang und Ende, das Alpha und das Omega, wie es in der Offenbarung des Johannes heisst (Offb 22,13).


Offene Türe – offenes Herz

«Janua patet cor magis», so lautet die Inschrift über der Türe des Pfarrhauses in Schmerikon. Übersetzt heisst das: «Die Türe ist offen, das Herz noch mehr.» Es ist eine einladende Aufforderung, die ins neue Jahr hineingenommen werden kann.
Die Zeit, die mir im neuen Jahr geschenkt ist, wird zum Gewinn, wenn ich das Herz öffne. Wenn ich bereit bin, dem Neuen mit offenen Sinnen zu begegnen, dann kann ich darin das Gute und Wertvolle erkennen. Auf diese Weise kann ich in allem, was geschehen wird, auch den Willen Gottes suchen und entdecken.


Februar ist als Monat reich an Segnungen

In der kirchlichen Tradition ist die erste Februarwoche «segensreich». Das deutsche Wort «Segen» (althochdeutsch segan, auch segon) leitet sich aus dem lateinischen Wort «signum» ab. Es kann mit «Zeichen», «Abzeichen» oder «Kennzeichen» übersetzt werden. Ab dem späten 2. Jahrhundert wird es auch mit dem Kreuzzeichen verbunden. So bezeichnet der Segen ein Gebet oder einen Ritus, wodurch Personen oder Sachen mit dem Kreuzzeichen verbunden zu Zeichen für Gottes Kraft und seine Nähe zu den Menschen werden.

Kerzensegnung an Maria Lichtmess

Jedes Jahr feiert die katholische Kirche am 2. Februar, also genau 40 Tage nach Weihnachten, das Fest «Darstellung des Herrn». Volkstümlich wird dieses Fest auch Maria Lichtmess genannt. Vor dem zweiten Vatikanischen Konzil beendete dieses Fest den weihnachtlichen Festkreis. Es war üblich, erst an diesem Tag die Krippe und den Weihnachtsbaum aus der Stube zu entfernen. Seit der Liturgiereform endet die Weihnachtszeit mit dem Fest «Taufe des Herrn» am ersten Sonntag nach dem 6. Januar.
Maria Lichtmess erinnert ursprünglich an das jüdische Reinigungsritual, dem sich Maria im Tempel unterziehen musste. Zudem verbindet der Evangelist Lukas dieses alte Ritual mit einer Vorschrift des biblischen Buches Leviticus. Danach sollten Eltern 40 Tage nach der Geburt eines erstgeborenen Sohnes diesen im Tempel Gott als sein Eigentum übergeben («darstellen»). Darum heisst das Fest auch «Darstellung des Herrn». Die Prophetin Hanna und der Greise Simeon, die in der Erzählung des Lukas das Kind der Maria und des Josef als «Licht für die Völker» bezeichnen, bezeugen mit ihren Worten, dass Jesus von allem Anfang an Gott gehörte. Es fehlt im Lukasevangelium der Hinweis auf die an die Darbringung anschliessende Loslösung des Sohnes durch ein Geldopfer. So soll deutlich werden, dass Jesus auch nach dem Ritual als «Licht für die Völker» zu Gott gehört. Zu Maria Lichtmess wird traditionell der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht und so das Zeugnis der Hanna und des Simeon unterstrichen. Mancherorts, so auch in Rieden, findet eine Lichterprozession statt.

Blasiussegen - Gebet um Gesundheit

Am Tag nach Maria Lichtmess, dem 3. Februar, wird der Gedenktag des heiligen Blasius begangen. Der im Jahr 316 durch Enthauptung ums Leben gekommene Märtyrerbischof soll nach der Legende durch seinen Segen einem Kind geholfen haben, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte. So wird der Blasiussegen mit der Bitte um Gesundheit verbunden und anschliessend an die Gottesdienste am Wochenende des Festes «Darstellung des Herrn» gespendet.

Agathabrotsegnung - Dankbarkeit fürs tägliche Brot 

Agathabrot wird in vielen Gegenden der Alpen am 5. Februar, dem Gedenktag der heiligen Agatha von Catania gesegnet und verteilt. Die heilige Agatha ist Schutzpatronin der Feuerwehr. Der Überlieferung nach soll ein Lavastrom auf dem Ätna mit Hilfe der Reliquie des Schleiers der heiligen Agatha zum Stillstand gebracht worden sein. Dass an ihrem Gedenktag Brot gesegnet wird, geht möglicherweise darauf zurück, dass an Festtagen von gerne verehrten Heiligen in Klöstern und anderen Gemeinschafen das Tischgebet besonderes gepfegt und feierlich gestaltet worden ist. Das Tischgebet schloss die
Dankbarkeit fürs tägliche Brot ein.


Kirchliche Trauung

Impulstage zur Vorbereitung

Wer kirchlich heiraten möchte, wird bei der Vorbereitung der Hochzeit nicht nur an Organisatorisches denken wollen, sondern auch der Frage nachgehen und dem Gespräch Raum geben, was eine kirchliche Hochzeit ausmacht. Mit den in unserem Bistum ausgeschriebenen Impulstagen ist die Chance verbunden, sich als Paar Gedanken zur Partnerschaft und zum Sakrament der Trauung zu machen. Ein Impulstag schenkt einem Paar in der oft hektischen Zeit der organisatorischen Vorbereitungen in erster Linie wertvolle Zeit für sich.

Impulstage in Gommiswald

Seit Jahren bieten im Auftrag des Dekanates Uznach Jürg und Ursula Wüst-Lückl diese Impulstage zur Vorbereitung auf die kirchliche Trauung im Pfarreizentrum Gommiswald an.
Der Impulstag kann von Paaren, welche in der Trauvorbereitung sind, an folgenden Daten in Gommiswald besucht werden:
Sonntag, 17. Februar und 24. März, jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr.
Die Anmeldung erfolgt online über die Homepage des Bistums «Ja ich will», wo noch weitere Daten und Orte für Impulstage veröffentlicht sind. Über diese Homepage kann auch eine App abonniert werden, die auf dem Smartphone Impulse und wertvolle Tipps für die Hochzeitsvorbereitung bereit hält.


Erstkommunion 2019 – Freundschaft

Bekommt man eine Freundschaftsanfrage, erscheint auf dem Handy- oder Computerbildschirm das entsprechende Symbol. Wer die Anfrage mit einem Mausklick annimmt, hat schon wieder einen Freund dazugewonnen. Doch ist das dann wirklich ein richtiger Freund? – wohl in den seltensten Fällen.
Was bedeutet Freundschaft? Wer ist ein wahrer Freund? Welche Eigenschaften sollte ein echter Freund/eine echte Freundin haben?
Jeder Mensch braucht Freunde; Menschen, die in jeder Situation für uns da sind. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Freundschaft ist eine Ursehnsucht von uns Menschen. Dabei ist es oft schwierig zu unterscheiden, wer ein echter Freund ist und wer nur so tut als ob. In Krisensituationen trennt sich dann meist die Spreu vom Weizen. Dabei werden wir manchmal von angeblichen Freunden verletzt. Gleichzeitig entpuppt sich vielleicht jemand, von dem wir es überhaupt nicht erwartet hätten, als wahrer Freund.


Für die Erstkommunion 2019 haben wir das Motto «Freundschaft» gewählt. Besonders bei Kindern ist Freundschaft ein wichtiges Thema. Wer ist mit wem befreundet? Mit wem ist es immer besonders lustig? Wer kennt die besten Spiele und die lustigsten Streiche? Aber auch: wer ist ausserhalb der Familie für mich da? Wer hat ein offenes Ohr für mich? Wer kann mir helfen? Mich beraten und trösten?


Manche Sandkastenfreundschaften halten ein Leben lang. Andere lösen sich mit der Zeit automatisch auf. Wieder andere finden durch einen Streit ein abruptes Ende. Besonders schön ist es, wenn nach jahrelanger Funkstille die Freundschaft wieder aufkeimt. Doch allen Freundschaften ist gemeinsam, dass sie uns prägen und ihre Spuren in unseren Herzen hinterlassen.
Auch Jesus möchte uns prägen und seine Spuren in unseren Herzen hinterlassen. Er möchte uns unser Leben lang als treuer Freund begleiten. In der Taufe wurde in uns diese Freundschaft grundgelegt. Im Heiligen Brot kommt Jesus nun auf besondere Weise zu unseren Erstkommunionkindern. Das Heilige Brot ist Zeichen seiner Gegenwart, seiner Liebe und seiner immerwährenden Nähe zu jedem Menschen.
Am Erstkommunionsfest feiern die Kinder diese Begegnung feierlich das erste Mal. Begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Erstkommunion mit unseren guten Gedanken und Gebeten und erinnern wir uns bei jedem Empfang des Heiligen Brotes daran, dass Jesus auch unser Freund sein und bleiben möchte.
Wir freuen uns, diesen Weg mit ihnen und ihren Familien zu gehen.


Daten Erstkommuniongottesdienste 2019

Ostermontag, 22. April: Rieden
Weisser Sonntag, 28. April: Uznach und Ernetschwil
Sonntag, 5. Mai: Schmerikon und Gommiswald