Hans Hüppi

Lesung:                Geschichte: An Wunder glauben ~ Gisela Rieger
Evangelium:       Mt 11,2-6

​Predigt: 

Liebe Erstkommunionkinder
Liebe Erwachsene
Muss es uns zuerst schlecht gehen, bevor wir lernen zu glauben?
Wenn es einem nämlich schlecht geht, kommen in uns Zweifel auf:

  • Gibt es denn wirklich einen Lieb-Gott?
  • Können wir diesem Jesus tatsächlich vertrauen?

Im Evangelium geht es dem Täufer Johannes ganz schlecht. Herodes hat ihn ins Gefängnis gesteckt, weil er den liederlichen Lebenswandel des Königs kritisiert hat.
Im Gefängnis kommen sogar bei Johannes Zweifel auf, ob er bei diesem Jesus vielleicht aufs falsche Ross gesetzt hat?
Jesus lässt seine Zweifel zu, nimmt die Anfragen ernst.
Er sagt: Macht die Augen auf. Schaut doch auf die Spuren, welche ich hinterlasse:
„Blinde sehen, Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund, Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird die Frohbotschaft Gottes verkündet.
Freuen darf sich, wer meinen Spuren nachfolgt und Gott nicht untreu wird!“ (Mt 11, 5-6)
Von diesen Worten sind wir alle bis heute herausgefordert. JedeR von uns soll:

  • Die Spuren von Jesus heute entdecken.
  • Seinen guten Spuren nachfolgen.
  • Gott treu bleiben.

Dumm reden – den Glauben lächerlich machen – die Kirche, die wir alle ja selber ausmachen, verteufeln: das ist keine Kunst, das kann jedeR.
Aber das bringt niemandem etwas! Dann können keine Wunder mehr geschehen.
Nur dort, wo wir uns auf die guten Spuren von Jesus einlassen und darum auch selber das Gute tun, da können Wunder geschehen, auch heute noch!
Die Geschichte, welche uns Pia in der Lesung erzählt hat, zeigt uns deutlich:
Damit das Wunderbare geschehen kann, muss der Bube etwas tun:
Er muss sein Herz fürs Gute öffnen, er muss einen Brief schreiben, er muss fürs Gute bitten – beten.
Dann öffnen sich die Herzen der Mitmenschen und sie tun das Gute.
Nur so können Wunder geschehen.
Nur so kommt Licht ins Dunkel unserer Welt: Durch dich und mich! Wenn wir den Spuren von Jesus folgen.
Dann geht es uns nicht schlecht, sondern gut.
Und das wollen wir doch alle! AMEN​